{"id":25,"date":"2006-07-22T15:11:33","date_gmt":"2006-07-22T13:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dhimmel.de\/blog\/?p=25"},"modified":"2022-04-10T22:11:04","modified_gmt":"2022-04-10T21:11:04","slug":"combots","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dhimmel.de\/blog\/?p=25","title":{"rendered":"ComBOTS?"},"content":{"rendered":"<p>Lange nichts ins Blog geschrieben&#8230; Jetzt gibt es mal wieder etwas interessantes zum spielen: Das lange erwartete <a title=\"ComBOTS\" href=\"http:\/\/www.combots.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ComBOTS<\/a> ist in die halb-\u00f6ffentlichen Beta-Phase gegangen. Um daran teilzunehmen bedarf es der Einladung durch einen bereits registrierten Nutzer, \u00e4hnlich dem Prinzip, mit dem Google Mail-Accounts verteilt werden.<\/p>\n<p>Vorab: Der \u00f6ffentliche Start des Produktes ist erst im September, d.h. bis dahin wird sich hoffentlich noch einiges verbessern. Zudem herrschen im Uni-Netz eher erschwerte Testbedingungen, durch die Anbindung mittels eines NAT-Servers (<a title=\"Wikipedia: Network Address Translation\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Network_Address_Translation\">Network Address Translation<\/a>) an die Au\u00dfenwelt. Allerdings gab es auch bei Nutzung unserer DSL-Leitung \u00fcber einen Router Verbindungsschwierigkeiten.<\/p>\n<p>Doch nun zum Test an sich: Nachdem ich die Einladung durch <a title=\"Ralph Majers Blog\" href=\"http:\/\/www.rmajer.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ralph<\/a> erhalten habe, war die erste Stunde schnell damit verbracht ComBOTS \u00fcberhaupt erstmal zum laufen zu bringen. Nach dem Start des Installers war erstmal warten angesagt. Es erschien f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit lediglich ein Fensterchen mit dem Hinweis, dass ComBOTS gerade eine Verbindung aufbauen will.<\/p>\n<p>Normalerweise erscheint wohl ein Statusfensterchen, in dem mitgeteilt wird, dass gerade Daten vom ComBOTS-Server gezogen werden. Durch die langen Wartezeiten beim Starten hab ich wohl ungeduldigerweise darauf rumgeklickt mit dem Erfolg, dass das Statusfensterchen verschwunden ist, bevor ich es wahrnehmen konnte.<\/p>\n<p>Nachdem der ComBOTS-Client ungef\u00e4hr 150 MB aus dem Netz gezogen hatte passierte erstmal gar nichts. Unten in der Taskleiste erschien das ComBOTS-Symbol, das nur wenige Optionen bietet und keine erkennbaren Reaktionen hervorrief. Gut. Erstmal ein bi\u00dfchen weiter rumprobiert, bis ich nach einigem Suchen Ralphs nett animierten Avatar, hinter einem Fenster versteckt, auf dem Desktop gefunden habe.<\/p>\n<p>Die Freude wurde allerdings dadurch getr\u00fcbt, dass der ComBOT einige Minuten nach dem Starten offline ging und diese nette, aber leicht konfuse, Fehlermeldung von sich gab:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image26\" src=\"https:\/\/www.dhimmel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2006\/07\/combots_bug.png\" alt=\"combots_bug.png\"\/><\/p>\n<p>Das darf man nat\u00fcrlich nicht so ernst nehmen, da sich der Dienst ist noch in der fr\u00fchen Beta-Phase befindet. Das Problem war nach einiger Zeit auch gefunden: Auf meiner Windows-Partition war nur noch wenig Platz frei (ca. 70 MB), nachdem mehr Platz geschaffen war, benptigte der ComBOT diesen zwar nicht, aber er blieb l\u00e4ngere Zeit online ohne eine Fehlermeldung zu erzeugen.<\/p>\n<p>Es folgten l\u00e4ngere Tests mit dem Versand von Nachrichten und Daten: Es sei gesagt, das es nicht immer so glatt lief, vor allem durch die immer wieder auftretenden Verbindungsprobleme.<\/p>\n<p>ComBOTS bietet sehr sch\u00f6n animierte Grafiken und ein ansprechendes Design. Dies treibt allerdings den Ressourcenverbrauch in astronomische H\u00f6hen: Nach dem Start belegte der ComBOTS-Client gut 130 MB Arbeitspeicher und fra\u00df so permanent zwischen 20 und 70% CPU-Last bei einem AMD Athlon XP 2100.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Messenger, der permanent im Hintergrund laufen sollte, ist das gelinde gesagt, gar nicht gut. Vom Test des ComBOTS sollte man also absehen, wenn weniger als 512 MB Arbeitsspeicher zur Verf\u00fcgung stehen, die CPU sollte auch nicht allzu schwach auf der Brust sein.<\/p>\n<p>Hier muss sich auf jeden Fall noch etwas tun, denn massentauglich ist das noch nicht. Da der Code wahrscheinlich noch reichlich Debug-Infos enthalten d\u00fcrfte, kann man hier auch noch eine gewisse Verbesserung erhoffen.<\/p>\n<p>Nach ausgiebigem Testen des ComBOT-Clients muss ich sagen: Ich bin ein bi\u00dfchen entt\u00e4uscht. Selbst f\u00fcr eine Beta erscheint mir das System noch ganz sch\u00f6n fehlerbehaftet. Bei ComBOTS d\u00fcrften noch einige \u00dcberstunden f\u00e4llig werden um die Bugs bis zum offiziellen Start noch auszub\u00fcgeln und den Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren.<\/p>\n<p>Das Bedienkonzept von ComBOTS ist dagegen sehr interessant, es wird nahezu komplett auf Texte und Optionen verzichtet. Es gibt quasi nichts zu konfigurieren. Die Nutzung der Funktionen wird durch nette Flash-Animationen auf der ComBOTS-Webseite erl\u00e4utert. Hier zum Beispiel wie man sich <a href=\"http:\/\/service.combots.com\/cscEducationalMovies\/Start.do?moviehres=http:\/\/download.combots.com\/download\/cscEducationalMoviesContent\/4_Animotion_700_cc.flv&amp;movielres=http:\/\/download.combots.com\/download\/cscEducationalMoviesContent\/4_Animotion_300_cc.flv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Emotions-Animationen zusenden<\/a> kann. Diese Animationen sind bunt gemischt, vom feuerspuckenden Drachen bis zur explodierenden Bombe.<\/p>\n<p>Mit diesen Animationen soll dann wohl auch der Rubel rollen: Im ComBOTS-Shop kann man weitere Animationen hinzukaufen, die danach im Messenger nutzbar werden. Als ich das erste Mal davon geh\u00f6rt habe, dachte ich mir dabei, dass man Emotionen f\u00fcr seinen Avatar kaufen kann. Das h\u00e4tte ich recht nett gefunden. Vom Prinzip her \u00e4hnlich den Aktionen die man World-of-Warcraft-Avatare durchf\u00fchren lassen kann (wie beispielsweise tanzen).<\/p>\n<p>Also angenommen man f\u00fchlt sich nicht so prickelnd, dann kann man dem Avatar ein niedergeschlagenes Verhalten verpassen, dass dann den Kontakten dann so angezeigt wird. Aber vielleicht kommt das ja noch.<\/p>\n<p>Positiv hervorzuheben ist die konsequente Nutzung von Open-Source-Technologien, wie die bunte Sammlung an Jar-Dateien im ComBOTS-Verzeichnis zeigt.<\/p>\n<p>Der Transfer von gro\u00dfen Dateien \u00fcber ComBOTS-Server ist ebenfalls ein interessantes Feature, denn der Empf\u00e4nger muss dazu nicht online sein. Ebenso steht zu erwarten, dass der Transfer durch die Entkoppelung einfacher vonstatten geht: Man l\u00e4dt die Datei mit der maximalen Bandbreite auf den Server, der Empf\u00e4nger l\u00e4dt sie sich mit der Geschwindigkeit herunter die seine Leitung hergibt.<\/p>\n<p>Fazit: Der enorme Ressourcenverbrauch muss noch reduziert werden. Man sollte mindestens \u00fcber DSL und einen leistungsf\u00e4higen Rechner verf\u00fcgen, sonst d\u00fcrfte keine Freude entstehen.<\/p>\n<p>Der Test erforderte leider auch eine gewisse Leidensf\u00e4higkeit. Von der allt\u00e4glichen Nutzung ist der Dienst noch ein gutes St\u00fcck entfernt, aber vielleicht bessert sich das bis zum offiziellen Start noch.<\/p>\n<p>Die Zielgruppe f\u00fcr den Dienst d\u00fcrfte meiner Meinung nach wohl eher die &#8222;Klingelton- und Handyhintergrundbild-Runterlader&#8220;-Generation sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange nichts ins Blog geschrieben&#8230; Jetzt gibt es mal wieder etwas interessantes zum spielen: Das lange erwartete ComBOTS ist in die halb-\u00f6ffentlichen Beta-Phase gegangen. Um daran teilzunehmen bedarf es der Einladung durch einen bereits registrierten Nutzer, \u00e4hnlich dem Prinzip, mit dem Google Mail-Accounts verteilt werden. 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